Wir haben uns entschieden Lernentwicklungsberichte anstatt Zeugnisse zu verwenden, da die Lernentwicklungsberichte detaillierter die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler beschreiben.

Uns ist es wichtig Schülerinnen und Schüler und ihren Eltern regelmäßig eine umfangreiche und detaillierte Rückmeldung über den erreichten Entwicklungsstand zu geben.

Wir möchten die Schülerinnen und Schüler individuell fördern und dabei helfen Noten uns nicht, sie verallgemeinern, da sich die Endnote auf dem Zeugnis rechnerisch aus einer Summe zahlreicher Noten zusammensetzt.

Dieses gilt bis einschließlich des 8.Jahrgangs, ab dem 9. Jahrgang müssen wir Notenzeugnisse ausstellen. Zusätzlich können wir Lernentwicklungsberichte erstellen.

 

Welche Informationen stehen im Lernentwicklungsbericht?

Der Lernentwicklungsbericht besteht für jedes Schulhalbjahr aus...

            - einer persönlichen Rückmeldung der Klassenlehrkräfte an die Schülerin/ den Schüler.

            - einem individuellen Förder- bzw. Fördervorschlag der Klassenlehrkräfte, der eng mit den Fachlehrern abgestimmt ist.

            - einem Rückblick der Schülerin/ des Schülers über eigene Stärken, Defizite und/ oder besondere Interessen an Themen aus dem zurückliegenden Schulhalbjahr.

            - und einer Rückmeldung jedes einzelnen Faches bzw. Fachlehrers über...

                       - die unterrichteten Themen,

                       - das erreichte Niveau der fachlichen Kompetenzen,

                       - und das Arbeits- und Sozialverhalten.

 

Gemeinsames Besprechen am Ende des Schulhalbjahres

Am Ende des Schulhalbjahres bzw. des Schuljahres besprechen wir mit der Schülerin/ dem Schüler und ihren/seinen Eltern in einem 20 bis 30-minütigen Gespräch den Lernentwicklungsbericht und legen zusammen das Ziel für das nächste Schulhalbjahr fest.

 

Dafür verzichten wir auf Elternsprechtage mitten im Halbjahr. Dennoch erhalten die Schülerinnen und Schüler und die Eltern regelmäßig eine Rückmeldung durch unsere „Kompetenzkarten“, die wir nach dem Ende eines Unterrichtsthemas austeilen.

 

Mit den Kompetenzkarten informieren wir die Schüler und Eltern über
- die erreichten Kompetenzen in der Arbeit
- die Leistungen/ Kompetenzen/ während des Unterrichtes.
 
Mit der Aushändigung der Kompetenzkarte ist die Unterrichtseinheit abgeschlossen. Die Schüler bekommen die Kompetenzkarte zusammen mit der Arbeit ausgehändigt. Schüler und Eltern erhalten somit nach jedem abgeschlossenen Thema eine umfassende Information über die erbrachten Leistungen!
 
Erweiterte Kompetenzen sind in jeder Arbeit enthalten. Das sind Kompetenzen, die die leistungsstärkeren Schülerinnen und Schüler auf den Besuch der Oberstufe vorbereiten.
 
Die einzelnen Bewertungskriterien legen die Fachbereiche im Team fest, damit klassenübergreifend die Bewertung abgestimmt ist.
 
Was sind Kompetenzen? Warum keine Noten? 
 
Kompetenzen beschreiben, was ein Kind kann bzw. können sollte. Zum Beispiel: Du kannst einem Sachtext Informationen entnehmen. 
Diese Kompetenz ist unabhängig vom jeweiligen Text. In den Unterrichtseinheiten in Deutsch können wir diese wichtige Kompetenz überprüfen und uns und Ihnen einen Überblick darüber verschaffen, wie gut ihr Kind sie beherrscht. Wir können eine Entwicklung dokumentieren und Ihnen diese deutlich zeigen. Das könnten wir mit Noten nicht.
 
Die Kompetenzen sind eine Vorgabe des Landes Niedersachsens. Mit der Umsetzung der Kompetenzen ist gesichert, dass in der IGS Springe Kompetenzen auf allen Leistungsniveaus erworben werden.

Tischgruppenunterricht

Was ist das?

 

Das Tischgruppenmodell (TG) wird in vielen IGSen angewendet, da es sich hervorragend für das fachliche und soziale Lernen eignet!

Hinter der TG steckt das Menschenbild, dass jeder Mensch Stärken und Schwächen hat, die bei einer Teamarbeit gewinnbringend für alle sind.

Deshalb werden die TGs in den einzelnen Klassen organisiert, dass Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen feste Lernteams bilden. Diese Lernteams bleiben mehrere Monate zusammen. In dieser Zeit lernen die Schülerinnen und Schüler sich gegenseitig mit allen fachlichen und menschlichen Stärken und Schwächen kennen und schätzen. Sie lernen in diesen kleinen Teams sich  zu organisieren und Konflikte zu lösen.

Unsere Erfahrung zeigt, dass in den Teams viel effektiver Konflikte gelöst werden können als mit der ganzen Klasse.

 

Welchen Nutzen haben die Schülerinnen und Schüler?

Schülerinnen und Schüler erzielen höhere Lernleistungen. Dieses wird in der TG durch eine intensive Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler erreicht. Wissenschaftlich betrachtet ist das gemeinsame Lernen die effektivste Form des Lernens, da man durch Erklären und eigenes Formulieren am besten lernt.

 

Die Schülerinnen und Schüler lernen Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen und steuern ihn zunehmend selbständig. In der TG steigern die Redeanteile, alle Schülerinnen und Schüler arbeiten aktiver am Lernthema.

Dadurch haben die Lehrkräfte mehr Zeit für die intensive Förderung einzelner Schülerinnen und Schülern.

Während der Arbeit in einer Gruppe lernen die Schülerinnen und Schüler Absprachen zu treffen, sich zu einigen, Verantwortung für sich und die Gruppe zu übernehmen. Dieses fördert die Teamfähigkeit, die Sozialkompetenz und wirkt dadurch gewaltpräventiv.

 

Zusammensetzung der Tischgruppen

Für eine TG gilt grundlegend, dass sie arbeitsfähig sein müssen. Dieses Ziel soll innerhalb der ersten Monate erreicht werden.

 

Die TGs bestehen aus...

 

          - 4 - 6 Schülerinnen und Schülern.

 

            - etwa dem gleichen Anteil von Mädchen und Jungen.

            - aus Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Stärken in unterschiedlichen Fächern.

              mindestens 1 starken Schülerin bzw. Schüler in Deutsch, Mathematik, und  Englisch

Das Arbeits- und Sozialverhalten sowie die Persönlichkeit werden bei der Zusammensetzung besonders berücksichtigt.

 

 

Auch die Eltern treffen sich in den Tischgruppen

Etwa 1mal pro Schuljahr treffen sich die Schüler und die Eltern mit den Klassenlehrkräften. In diesem kleinen Rahmen wird die Zusammenarbeit innerhalb der TG thematisiert.

 

Wissenschaftliche Bestätigung

 In der Georg-Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen wurde der Tischgruppenunterricht wissenschaftlich untersucht. Die Ergebnisse zeigen...

 

            - dass die Schüler bessere Schulabschlüsse erreichen,

            - dass die Arbeitsfähigkeit der Schüler steigt,

            - dass Schüler besser integriert werden,

            - dass die Entwicklung der Sozialkompetenz positiv gefördert wird,

            - die Schüler lernen Konflikte zu lösen.

 

www.ganztagsschulen.org/de/4110.php

www.igs-goe.de/evaluationen

 

 

Busfahrkarten und die ersten Busfahrten nach Hause

 

Die Busfahrkarten bekommt ihr Kind innerhalb der ersten 10 Schultage durch die Klassenlehrer ausgehändigt. In den ersten 10 Tagen kann ihr Kind kostenfrei mit Schulbus zur Schule und zurück fahren. Die Busfahrer sind informiert. Schülerinnen und Schüler aus den 6. Klassen werden als „Buspaten“ die Fünftklässler in den ersten Tagen unterstützen den richtigen Bus nach Hause zu finden.